Gestern als auch heute habe ich mich Step by Step an die Vorbereitung für meine Social-Media-Strategie gesetzt. Und ich muss sagen: Es hatte mich selbst gewundert, wie klar sich das Ganze plötzlich zusammengefügt hat. Besonders am 19. hatte ich nochmal intensiv darüber nachgedacht, wie ich dort vorgehe.
Ich hatte mir sehr viel Kopf gemacht. Was ich produziere, wie ich es produziere, welcher Content Möglichkeiten für Reichweite hat. Ehrlich gesagt habe ich da schon seit Monaten, wenn nicht Jahren, überlegt, wie ich es gestalten könnte. Ich sehe kein großes Potenzial darin, mich in der Trader-Bubble aufzubauen. Sich dort aufzubauen ist mehr als mühsam. Dort wirklich Anschluss zu finden – da kannst du eigentlich zu nichts anderem greifen als ekelhaftem Dream-Selling. Und meine Ideologie ist eine komplett andere:
Ich will Menschen dazu bewegen, diese Plattformen weniger zu nutzen.
Denn das muss die Core-Priorität für mein Produkt sein, welches ich entwickle und welches sich entwickeln wird.
Die eine Frage, die sich jeder Content Creator stellt
Wer es vielleicht mitbekommen hat oder schon gelesen hat: Ich werde in den Social-Media-Bereich einsteigen. Wieder einsteigen, besser gesagt. Einen Account habe ich ja schon seit ungefähr November. Aber da bin ich auch auf meinem YouTube-Kanal sehr viel ohne Struktur vorangegangen. Einfach drauflos geredet, ohne Plan.
Und eine der größten Fragen, die ich mir immer gestellt habe – und die sich wahrscheinlich etliche Content Creator auf diesen ganzen Plattformen stellen – ist eine Sache:
Wie generiere ich Authentizität?
Wie können potenzielle Follower eine Verbindung mit meinem Gesicht und meiner Persönlichkeit aufbauen, um diese zu einer Art Community zu formen?
Ich hatte es auch schon in meinen anfänglichen YouTube-Videos erwähnt: Social Media und die ganzen Kurzformate – ich will das eigentlich gar nicht. Nichtsdestotrotz, auch wenn ich in meinen Videos gesagt habe „Hey, ihr müsst gar nichts", hat mich die Realität gepackt. Ich habe erkannt, dass ich da wahrscheinlich nicht drumherum komme.
Und dann war sehr lange die Frage: Wie gestalte ich meinen Content authentisch?
Der Gedankenblitz: Scheiß auf Authentizität
Da ist mir ein ganz simpler Gedankenblitz gekommen, der meiner Meinung nach eigentlich echt geil ist:
Ich scheiß einfach auf Authentizität auf Social Media.
Schlichtweg egal. Mein Interesse besteht nicht darin, eine öffentliche Persönlichkeit auf Social Media zu werden. Es interessiert mich nicht, diese Plattform langfristig als Abhängigkeit für mein Handeln aufzubauen. Das ist mit Abstand das Letzte, was ich will.
Und als ich so drüber nachgedacht habe, ist mir aufgefallen: Hey! Die ganze Authentizität hast du doch bereits erstellt! Meine gesamte Geschichte, meinen nahezu persönlichsten Werdegang – das habe ich bereits auf YouTube verfasst, teilweise auf der Seite. Ich schreibe einen Blog, wo ich meine Gedanken und meine tatsächlichen Ansichten zu verschiedenen Themen öffentlich und so, wie ich es denke, bereitstelle. Ich gebe Insights zu meinem Leben.
Das heißt: Die komplette Frage, wie ich meinen Content passend zu meinem Gesicht gestalte, damit ich authentisch rüberkomme und Leute mir vertrauen, kann mir komplett egal sein.
Denn ich verfolge so oder so die Ideologie und die Überzeugung, dass Social Media nur noch ein kurzweiliges Medium in der Zukunft sein wird. Falls jemand etwas anderes denkt – schön für ihn. Es ist mir relativ egal, was andere sagen, weil ich einfach davon ausgehe, dass ich richtig liege.
Der eigentliche Fokus: Polarisierung
Das bedeutet: Ich werde Social Media nicht dafür nutzen, authentische Inhalte zu gestalten, sondern genau das Gegenteil.
Mein Fokus liegt auf Polarisierung.
Polarisierung in möglichst vielen Bereichen, um möglichst viele Gruppen an individuellen Menschen auf einer gewissen Art und Weise zu triggern – sei es positiv oder negativ. Dort geht es nicht darum, eine Verbindung aufzubauen, sondern es geht ausschließlich darum, Viralität auf maximal effiziente Weise zu gestalten.
Und als ich darüber nachgedacht habe, ist mir direkt der nächste Gedankenblitz gekommen: Hey! Wie man das macht, hast du ebenfalls schon in deinem Blog erwähnt. Wie ist es, wenn Krieg ist? Na, wer hat es von euch gelesen?
Menschen sind beeinflussbar, wenn sie ängstlich sind, wenn sie wütend sind, wenn sie Hass empfinden. Sie sind nicht objektiv, handeln schnell und sind extrem anfällig für Manipulation.
Und das war eigentlich der Kern, wie ich meine gesamte Strategie aufgebaut habe. Wie ich meinen Content plane, welchen Content ich mache und wie er gestaltet wird.
Das System: Psychologie trifft Würfellogik
Ganz simpel: Ich verbinde unterschiedliche psychologische Aspekte, um mit diesem Wissen an den Verhaltensmustern der Menschen zu spielen.
Ich habe den Vorteil, dass ich sehr viele Themen und Bereiche, Hobbys und Interessen durchlaufen habe. Das bedeutet: Ich habe eine gute Foundation, um in nahezu jedem Bereich einen gewissen Input zu liefern. Dazu kann ich mir recht schnell Content im Kopf vorstellen – nicht von der AI, sondern im Kopf – wie ich etwas gestalten könnte oder welches Topic ich nehmen könnte.
Selbstverständlich habe ich auch das theoretische Wissen, was Trigger, Hooks und Call-to-Actions angeht, um Interaktion beim Zuschauer auszulösen.
Aber ich möchte mir nicht jeden Tag Gedanken zu drei Accounts machen, was ich als Nächstes an Content produziere. Besonders, weil Viralität auf Aktivität basiert, auf News, auf Inhalten, die gerade relevant sind.
Das Konstrukt
Aus diesem Grund habe ich mir als Erstes ein Konstrukt an Wissen gebaut, welches alle psychologischen Aspekte bestens erklärt und beschreibt, wie Menschen agieren und handeln – besonders auf Social Media.
Als Nächstes habe ich mir ein Würfelsystem gebaut, welches für viele psychologische Aspekte implementiert ist, um Content zu gestalten. Dies basiert auf:
- Trigger-Typ: Werde ich eine Gruppe triggern, allgemein triggern oder befürworten?
- Emotionaler Anker: Werde ich Gefühle ansprechen, Emotionen ansprechen, oder möchte ich, dass der Zuschauer sich verstanden fühlt – oder liefere ich mehr Wert an Wissen?
- Content-Pool: Trendbasierte Topics und aktuelle Relevanz
- Format-Typ: Ist es ein Bild? Ein Kurzformat? Ein Karussell-Post? Ein Interaction-Content, welcher größere Nutzer benutzt, um deren Reichweite auf mich zu ziehen?
Das heißt: Ich nutze alle möglichen Inhalte, die mir Social Media bietet, um damit zu arbeiten.
Die drei Accounts



Drei Accounts. Der eine hat 30 Follower; die anderen starten bei null. Gerade der Anfang ist am schwierigsten – ein Gesicht, eine Marke aufzubauen. Aber da mir aufgefallen ist, dass ich das gar nicht brauche, denn meine Marke ist das Gesicht hinter Social Media, welches sich auf meinem Blog und meinen eigenen Webseiten widerspiegelt, wo ich so oder so ein Ökosystem aufbauen werde – brauche ich das alles gar nicht.
Und ich kann voll aggressiv auf Viralität und Meinungsverschiedenheiten setzen.
Die Infrastruktur: AI-gesteuerte Content-Produktion
Dafür habe ich mir eine umfangreiche Strategie mit AI erstellt. Verschiedene Anweisungen und Briefings direkt in den Workflow gepackt: ein Gesprächsprotokoll, ein Master-Prompt für meinen Agent, ein Prompt wie er die Wissensbasis zu nutzen hat und ein Prompt wie er das Tool nutzen soll – plus dass er sich einen eigenen Skill auf Basis des Wissens anlegt.
Auf dieser Basis habe ich einen simplen One-Shot gebaut. Und dann schaue ich mal, was draus wird.
Eine kleine Warnung an mein Umfeld
Ich möchte auch direkt Menschen aus meinem engeren Umkreis warnen: Ich werde alles Mögliche ansprechen. Ich habe weder eine politische Gesinnung, noch eine dogmatische Überzeugung. In allen Positionen sehe ich Vorteile, in allen sehe ich Nachteile – sei es rechts oder links.
Genauso ist das bei Religion, Beliefs, Denkweisen. Genauso bei technologischen Sachen: Ich kann sehr gut verstehen, dass Vibe-Coding zwar effektiv und zukunftsfähig ist, aber nichtsdestotrotz brauchen wir Fähigkeiten von Menschen, die das wirklich studiert und gelernt haben. Ich erkenne beide Seiten – aber ich erkenne auch beide Schwächen.
Genauso ist das mit der Bubble-Logik, was Trading, Politik, Interessen-Differenzen und auch persönliche Werte angeht. In diesem Land, als auch auf diesen Plattformen – ich glaube, ich habe dafür ein sehr gutes Bild. Und ich bin gespannt, wie gut ich Menschen mit gewissen Inhalten erreichen kann.
Die Technik: Die Mauer mit dem Riss
Und hier wird es konkret. Ich hatte schon eine Idee, wie ich mir das in der Praxis vorstelle. Ihr müsst verstehen:
Wenn Menschen Angst, Wut, Hass, Trauer oder eines dieser negativen Emotionen bei einem Video empfinden, dann haben wir sie in eine nicht-objektive Handlungsgrundeinstellung geformt.
Das ist die Hook, mit der ich bei Trigger-Videos arbeite.
Phase 1: Die Mauer
Sobald die Menschen in diesen Zustand befördert wurden, baue ich eine Mauer auf. Eine Mauer, der man nur mit objektivem Handeln entgegenwirken kann. Da wir die Zuschauer bereits in den Zustand der emotionalen Handlung versetzt haben, werden sie keinen Weg finden, diese Mauer anzugreifen – die zum Beispiel Fakten sein können, historische Daten, Gegensätze, die man nicht verändern kann.
Phase 2: Der Riss
Und jetzt kommt der entscheidende Part für die zweite Hook: Wir implementieren einen kleinen Riss in die Mauer.
Eine vermeintliche Angriffsfläche, die die Zielgruppe automatisch dazu bewegt, diese anzugreifen. Da dies die einzige Angriffsfläche ist, die ich biete, und aufgrund des Zustands, in den wir den Zuschauer versetzt haben, hat er keine andere Möglichkeit, als genau diese Schwachstelle zu nutzen.
Das können zum Beispiel sein:
- Schreibfehler, die bewusst platziert werden
- Falsch ausgesprochene Wörter
- Ein extrem auffällig unstimmiger Fakt inmitten von belegbarem Mehrwert
Die Zuschauer werden automatisch dazu gelenkt, zu interagieren. Ich leite sie mit dem Finger auf eine Schwachstelle.
Phase 3: Die offene Frage
Sobald die Schwachstelle erzeugt und die Angriffsfläche offensichtlich bereitgestellt wurde, mache ich weiter – und zwar auf einer objektiven Weise, die Fragen stellt.
Das heißt zusammengefasst:
- Trigger auslösen → emotionale Handlungsunfähigkeit erzeugen
- Angriffsfläche bereitstellen → den Trigger für Viralität und Interaktion gestalten
- Offene Frage stellen → zum Denken anregen, möglichst objektiv, alle Seiten beinhalten
Das Beispiel: Rivalisierende Bubbles
Dies hat das Potenzial, zwei sich gegenüberstehende Gruppen gleichzeitig auf meine Inhalte aufmerksam zu machen. Nehmen wir als Beispiel LGBTQ und sehr traditionell fokussierte Menschen: Beide Seiten tendieren dazu, sich gegenseitig aufzuhätzen. Beide argumentieren mit Menschenrecht und positiver Denkweise – aber für ihre eigenen Interessen.
Nichtsdestotrotz versteht keine der beiden Parteien, dass beide Interessen ein wichtiger Teil des gesunden Zusammenlebens sind. Und genau diese Struktur, diese Ideologie werde ich hauptsächlich verfolgen, um möglichst zwei sich unterscheidende Rivalitäten auf meine Inhalte aufmerksam zu machen und so die Viralität noch weiter zu steigern.
Das Ziel
Bis Ende des Jahres: 10.000 Follower auf jedem Account.
Sobald ich diese Marke überschritten habe, werde ich Step by Step meinen Content-Plan anpassen und auf einen anderen Fokus legen. Aber da muss ich erstmal hinkommen. Jetzt geht es ums Aufbauen. Und da ich keinen Bock habe, einen Account über drei, vier, fünf Jahre aufzubauen, bis ich meine 10.000 habe, machen wir das einfach ein bisschen klüger.
An dich, der bis hierhin gelesen hat
Hey – falls du sogar eine der Personen bist, die ich angesprochen habe. Auf ihre Emotionen, auf ihre Gefühle, auf ihr inneres Sein. Und du dir wirklich alles hier durchgelesen hast und jetzt verstanden hast, wieso ich einen gewissen Content mache:
Hast du jetzt vielleicht ein anderes Bild von mir als das Bild, welches ich dir auf diesen Plattformen gegeben habe?
Falls ja, dann rate ich dir: Folge einfach meiner Reise. Und mit dem Wissen, das ich dir hier bereitgestellt habe, beobachtest du:
- Wie Menschen manipuliert werden
- Wie Menschen beeinflusst werden
- Die Möglichkeiten, die es birgt, wenn du weißt, wie du kontrollierst
- Die Gefahren, die es birgt, wenn du nicht weißt, dass du kontrolliert wirst
Sieh es als kleines Experiment.
— Melvin